#1 Schlechtwetter–Gehege? von Andrea Martha 08.04.2022 23:26

Hallo, wir erweitern gerade unser Babygehege. Dabei ist mir bei der derzeitigen Wetterlage eine Frage aufgekommen: kann man nicht auch einen Teil des Geheges als „Schlechtwettergehege“ bauen? Ich überlege, einen zweiten Eingang in unsere Frühbeetmauer zu schlagen und ein kleineres Gehege mit Regenabdeckung aber seitlich offen anzubauen. Würden das die Schildkröten bei 10° bis 15° honorieren? Ich überlege immer, dass die armen Tiere nach dem Winterschlaf jetzt bei Regen in ihrem doofen engen Frühbeet hocken. Is ja langweilig, oder vermenschliche ich das Wildkrötchen?!?! Nutzen es eure Tiere, wenn sie rauskommen bei dem Wetter oder hängen die sowieso nur unter der Wärmelampe?
Danke für eure Tipps und Gedanken,
Andrea

#2 RE: Schlechtwetter–Gehege? von Andrea Martha 08.04.2022 23:31

Kleine Ergänzung: der Zugang würde mit transparenten Folienstreifen die Wärme im Frühbeet halten, eine extra Türe würde ich zwischen dem großen Gehege und dem Schlechtwettergehege einbauen, so kann ich die Zugänge steuern. Bei schönem Wetter ist alles offen. Was haltet ihr davon?

#3 RE: Schlechtwetter–Gehege? von freude2016 09.04.2022 00:57

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Quasi so eine Art "Gewächshaus nach Bedarf" - stelle ich mir das richtig vor ?

#4 RE: Schlechtwetter–Gehege? von Odinus 09.04.2022 09:22

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Wäre es dann dort wärmer als im übrigen Freigehege?
Wo liegt das Hauptproblem? In der Temperatur oder in der Feuchtigkeit?
Ich habe das FB mit Technik versehen und halte es für meine Steppenschildkröte (!!) trocken, öffne aber nun bei Wind und Wetter tagsüber due FB-Tür, das meine SK dich nicht einsperren lassen möchte.
Das wollte ich gern aus Angst, er könnte sie könnte sich erkälten.
Nun läuft Odin im Gehege herum, wenn er mag, und wärmt sich dann unter der Lampe im FB auf. Futter bekommt er im FB.
Ob das der richtige Weg ist, weiß ich nicht.

-- > Wie macht Ihr das? Habt Ihr die FB-Tür offen und vertraut den Kröten?

Liebe Grüße

#5 RE: Schlechtwetter–Gehege? von Hannelore 09.04.2022 10:08

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Da meine Frühbeete keine Türen haben, können meine Tiere auch bei Regen raus, egal welche Temperatur draußen ist.

Ich habe nur große Tiere, habe es bei meinen damaligen Nachzuchten etwas anders gehalten.

Das Freigehege der Kleinen bis 200 g hatte ich zeitweise (teilweise oder ganz) über dem Drahtgitter mit einer Alltopplatte abgedeckt.

#6 RE: Schlechtwetter–Gehege? von Andrea Martha 20.09.2022 19:45

Hallo Zusammen,
ja, da wir Lehmboden haben (außerhalb des Frühbeetes) ist die Feuchtigkeit schon sehr hoch. Trotzdem ich im Frühbeet die Erde höher als außen habe und mit einem Sandgemisch. Zusätzlich ist sie schräg angeschichtet, so dass ich hoffte, die Kröten finden oben trockeneren Boden. Das ist auch so, trotzdem habe ich Sorge, dass es insgesamt zu feucht wird. Reinregnen tut es nicht, auch die Naht zwischen den Frühbeetdeckeln ist mit einer Leiste abgedeckt und das Frühbeet an der Wetterseite mit Silikon abgedichtet. Die Wasserschale kippen wir auch nur noch außerhalb aus. Mehr fällt mir nicht mehr ein... Im Übrigen wird es jetzt draußen schon recht kühl im Regen. Gefällt mir nicht so recht....

Also plane ich für nächstes Jahr eine flexible Abdeckung, die ich bei Schlechtwetter über das Gewächshaus und den noch anzusetzenden Teil um das Haus herum, wo jetzt noch Freiraum ist, setzen kann. Der erhöht gelegene Eingang und ein Teil des Freigeheges soll so um das Frühbeet herum auch noch trockener werden/bleiben. Auf dem Bild sieht man schon das erste von den drei neuen Elementen für 2023 vor dem Frühbeet.

Ich lasse mittlerweile zwar den Gang zum Frühbeet offen, Krötchen sollen ja lernfähig sein. Trotzdem sammel ich bei Regen aus dem neuen Freigehege eine der drei immer wieder genau aus der tiefsten Stelle unter der Bank links, an der sie sich immer wieder vergräbt und sich "volllaufen" lässt...

LG
Andrea

#7 RE: Schlechtwetter–Gehege? von christine 22.09.2022 09:16

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Meinen 7 Thh aus Kalabrien (bei dieser Lokalform bleibt das Weibchen meist unter 500g, Männchen um die 300g) stehen im Glashaus gut 40m² zur Verfügung. Dort ist es erstens trockener und zweitens wesentlich wärmer als draußen. Es ist eine Fläche, die für diese Lokalform durchaus als gesamte Gehegefläche reichen würde. Das Freigehege hat rund 100m² und ist gut bewachsen.
An den kühlen und regnerischen Herbsttagen bevorzugen die meisten der Tiere jedoch das Außengehege. Vor dem Winter muss ich sie regelrecht in den Glashausbereich zwingen - weiß der Kuckuck warum - ich vertraue ihren Instinkten und bin davon überzeugt, dass sie genau wissen wo es für sie passt.
Da sie die eisigen Winter bei uns, wo sie ja eigentlich gar nicht leben, kaum abschätzen können, zwinge ich sie ab Mitte/Ende Oktober trotzdem in den Glashausbereich, lasse aber alle Seitenwände offen, damit sie es auch wirklich schön kalt haben.
So gesehen halte ich es für durchaus ausreichend, wenn ihnen ein Frühbeet zum Aufwärmen zur Verfügung steht.

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