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#1 Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von gunda 17.09.2019 21:17

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Bekanntlich unterscheiden sich die verschiedenen europäischen Landschildkröten leicht in ihren Überwinterungsgewohnheiten. Ich habe die Unterschiede in einer Tabelle zusammengefasst. Die Angaben in der Tabelle habe ich schon mit einigen Haltern diskutiert und abgeglichen. Habt ihr noch Korrekturvorschläge?

#2 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von gunda 18.09.2019 18:15

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Nachdem mir 4 Halter/Innen privat geantwortet haben, hier eine leicht geänderte Version.

Für die Dauer habe ich die Zeit von der letzten Nahrungsaufnahme bis zum Auftauchen zugrundegelegt.
Die Temperatur ist die Temperatur im natürlichen Lebensraum, entweder geschätzt oder der Literatur entnommen.

#3 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von christine 19.09.2019 07:45

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Da man nur selten die genaue Herkunft seiner Tiere weiß, bzw diese auch meistens nicht Lokalformrein sind, halte ich es generell für sinnvoll die Tier gut zu beobachten und nicht in die Winterruhe zu zwingen. Jedes Tier hat seinen eigenen Rhythmus.
Bei meinen sardischen thh und tm ist es so, dass sie meist sehr spät in die Winterruhe gehen und nicht selten bereits ab Jänner die Gewächshaussonne (die ist nämlich wesentlich wärmer als die außerhalb des Gewächshauses) genießen um sich anschließend wieder zu vergraben. Das bedeutet jedoch nicht, dass das bei allen aus Sardinien stammenden Schildkröten so sein muss.
Dieses Verhalten hengt von mehreren Fakten ab:
1. von der Überwinterungsmethode (Kühlschrank, Frühbeet, Externe Grube,....)
2. vom Standort des Frühbeet oder Gewächshaus
3. der klimatischen Gegebenheit (nicht jeder Winter verläuft gleich. Das gilt auch für das natürliche Verbreitungsgebiet)
4. Wie tief sich das Tier eingegraben hat (auch innerhalb ein und der selben Lokalform verhalten sich die Tiere diesbezüglich durchaus unterschiedlich)
und 5. spielt vermutlich auch die tatsächlich Herkunft eine Rolle.

An einem dauerhaft kühlen Ort, wie im kalten Keller oder Kühlschrank und vermutlich auch in der externen Überwinterungsgrube, kann dieses Verhalten kaum beobachtet werden und ich glaube nicht, dass man es durch künstliche Sonnenstrahlen hervorrufen soll. Da gilt es die Tiere - je nach Herkunft - nicht zu früh, aber auch nicht zu spät aus der Inaktivitätsphase zu holen.
Für die Arten die ich pflege sehe ich ein möglichst großes Gewächshaus als großen Vorteil sowohl für die Überwinterung als auch für die Übergangszeiten.

#4 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von Hilda&Tilda 29.01.2020 19:15

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Hallo,
ich plane für meine beiden THH, Lokalform Toscana gerade das Gewächshaus und überlege, ob die Überwinterungsgrube besser innen oder außen liegen sollte. Da THH ja gern mal auftauchen, wäre innen dann besser?
Dieses Jahr starren sie nochmal in einer großen Box mit Erde und Buchenlaub in der kühlen Balkonkammer und sind nicht nochmal aufgetaucht - obwohl ich die Tür bei Sonne auch mal offen stehen lasse.
In diesem Jahr wird Gewächshaus und Freigehege abgelegt, so dass sie spät. nächstes Frühjahr umziehen können. Dann sind sie 3,5 Jahre alt und hoffentlich groß genug dafür. Solange ist das gut gesicherte Balkongehege (ein riesiger Kaninchenkäfig) auf alle Fälle groß genug und der Schutz mir sehr wichtig.
Deshalb die Fragen:
- Überwinterungsgrube außen oder innen?
- Tiefe und Größe sinnvollerweise für die 2? Werden ha nicht riesig und buddeln nicvt so tief...

Ich bedanke mich ganz herzlich!
(Meine 1. Frage hier:))

LG Ellen

#5 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von gunda 29.01.2020 20:04

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Da du kein Platzproblem hast, leg die Überwinterungsgrube innen an.
Im Grunde muss es keine extra angelegte Grube sein. Es reicht, wenn die Erde im Gewächshaus halbwegs locker ist.

#6 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von christine 29.01.2020 20:13

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Ich würde das auch so machen wie Gunda.
Obwohl die toskanischen thhs bei mir eher nicht zwischendurch herauskommen. Sie bleiben aber richt lange im Herbst munter, manchmal, wenn es das Wetter zulässt, sogar bis Weihnachten.

#7 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von stock 29.01.2020 22:33

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Ich habe meine Überwinterungsgrube THH Toskana im Frühbeet 60 cm tief gemacht. Der Ausgang vom Frühbeet habe ich diesen Winter offen gelassen. Da das Gehege rundherum (auch im Boden 30 cm tief) eingezäunt ist, kann da auch kein Raubzeug eindringen. Außer es benutzt Drahtscheren.

#8 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von HuRR1c4n3 30.01.2020 00:06

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Interessant ist, dass meine Horsfieldii heute aufgetaucht ist bei 3 Grad, die andere aber nach wie vor nicht zu sehen ist. Also wie kann ich das verstehen?

Eine taucht bei 3 Grad auf, die andere nicht zu sehen in der Box...

#9 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von christine 30.01.2020 07:36

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Zitat von HuRR1c4n3 im Beitrag #8
Interessant ist, dass meine Horsfieldii heute aufgetaucht ist bei 3 Grad, die andere aber nach wie vor nicht zu sehen ist. Also wie kann ich das verstehen?

Eine taucht bei 3 Grad auf, die andere nicht zu sehen in der Box...
Das ist nicht normal! Da würde ich sie genau beobachten und wenn sie nicht innerhalb nur weniger Tage nicht wieder abtaucht, oder unruhig in der Kiste ist, langsam auswintern.

#10 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von Hannelore 30.01.2020 08:53

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Natürlich tauchen nicht alle Schildkröten gleichzeitig auf. Aber dass eine Horsfieldii jetzt bei 3 Grad auftaucht, ist kein gutes Zeichen. Ich würde gar nicht lange fackeln bei Horsfieldiis. Als ich meine Zwei damals in den 90er Jahren hatte, hat mir der Tierarzt gesagt, dass sie, wenn sie auftauchen, sofort richtig gute Wärme bräuchten, da es dort, wo sie leben, ganz krass vom Frost in warmes bis heißes Wetter übergeht. Wenn sie auftauchen und sie finden keine idealen Bedingungen vor, so waren seine Erfahrungen, bekommen sie schnell eine Infektion, die nicht selten tödlich endet.
Da ICH meinen Horsfieldiis, die ich wie Griechische Landschildkröten hielt, diese klimatischen Verhältnisse nicht bieten konnte, habe ich sie in optimale Haltung abgegeben.
Ich würde an Deiner Stelle das Tier sofort auswintern (aber nicht zu langsam, oder? @christine) und beobachten und vorsichtshalber schon einmal schauen, wann der Reptilien-Tierarzt erreichbar ist. Ja, ich würde sogar schon mit ihm telefonieren, um zu fragen, wie schnell oder wie langsam bei welchen Temperaturen ich auswintern sollte.

#11 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von christine 30.01.2020 09:14

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Zitat von Hannelore im Beitrag #10
Ich würde an Deiner Stelle das Tier sofort auswintern (aber nicht zu langsam, oder? @christine) und beobachten (....)

Aber auch nicht zu schnell, da das der Kreislauf nicht mitmachen könnte.
Ich würde folgender Maßen vorgehen: Kiste (Mörtelwanne oder große Ikeawanne) mit einer ordentlichen Schicht Substrat (bei Horsfieldii wenig Erde mit viel Sand) in normale Zimmertemperatur stellen. Auf Seite frei lassen und einen Sonnenplatz (ReptilExpert wäre meine Wahl), auf der Anderen Viersteckmöglichkeiten bieten (Höhle, Wurzel, Laub)
Dort würde ich die Kleine mal hineinsetzen. Erst ein paar Stunden später würde ich die Lampe einschalten und das Tierchen in zimmerwarmen Wasser baden.
Hinaus holen und gleich in warmes Wasser oder unter die Lampe setzen halte ich für zu schnell.

#12 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von Izzie 30.01.2020 09:38

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Ist sie richtig munter? Hat sie die Augen auf oder hat sie nur das Substrat weggestrampelt? Dreh sie einmal kurz um und gucke nach dem Bauchpanzer? Rötlich? Die Augen trocken, die Nase auch?
Ist sie munter und hat die Augen offen und/oder feucht, die Nase läuft, der Bauchpanzer rötlich,dann würde ich sie auswintern. Mach eine Kiste fertig, in einen relativ kühlen Raum in einer Ecke Lampe drüber. Nach zwei/ drei Tage ist dann Sommer. Ist der Bauchpanzer rötlich, dann rufe vor dem Auswintern beim Tierarzt an.
Hat sie die Augen zu, bewegt sich sonst nicht, nur das Substrat ist weggestrampelt, dann würde ich sie mit Blättern abdecken und ein paar Tage beobachten.
Wie gut, dass Du einen Kühlraum hast. Da lässt es sich komfortabel beobachten. Besser als im Kühlschrank.

#13 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von HuRR1c4n3 30.01.2020 10:11

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Nein sie ist zwar aufgetaucht, aber hatte die Augen komplett geschlossen, als ich dann die Kiste ein wenig bewegt habe, um zu sehen (bin ja sehr nervös bei den kleinen) ob sie sich regt, hat sie alle Extremitäten eingezogen und ist auf dem Laub liegen geblieben. Sonst war nichts auffällig. Ich werde sie mir aber heute nochmals ganz genau ansehen und euch gegebenenfalls auch Fotos schicken.

Werde auch heute noch eine Wärmelampe für den Kühlraum kaufen und ein Plätzchen vorbereiten, sollte ich sie wirklich auswintern müssen!

Welche Lampe könnt ihr für so einen Fall empfehlen?

Danke für eure Hilfe!

LG, Hurri

#14 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von HuRR1c4n3 30.01.2020 11:39

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Gerade eben nachgesehen, Temperatur bei 3,1 Grad Celsius, Luftfeuchtigkeit bei 71%.

Die Hildi ist nach wie vor oben gelegen, aber war schon wieder etwas im Laub, sie bewegt sich ganz langsam und hat die Augen durchgehend geschlossen, die Nase läuft nicht und es ist nirgends eine Rötung zu sehen am Panzer.

Hier ein Foto, wo mir wieder bei den Augen auffällt, dass sie heller sind beim Augenlid. Das war ja mein Sorgenkind mit dem geschwollenen Auge, falls ihr euch erinnert.

|addpics|n7o-1a-7a15.jpg|/addpics|

#15 RE: Unterschiedliche Arten - unterschiedliche Ansprüche an die Überwinterung von Izzie 30.01.2020 12:48

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Ich würde abwarten. Laub drauf und regelmässig kontrollieren. Bleibt sie so unruhig, dann auswintern.
Überwachst Du die Temperatur? Unter 3 Grad ist sie nicht gefallen? Nicht, dass sie eine wärmere Ecke sucht.
Wenn Du sie auswintern musst, dann in einem separaten Raum. Die Lampe im Kühlraum ist Energieverschwendung. Du müsstest doch noch Lampen vom Terrarium haben. Die werden reichen.

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