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#16 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von 19.01.2016 13:39

Herbert, ich hätte es gewußt, wie schlecht die Horsfieldiis Nässe vertragen! Aber leider die, die sie "gegossen" haben, die wußten es nicht..
Aus diesem Grund sprühe ich im Kühlschrank z.B. nur direkt auf die Behälter mit den T.h.bs, aber auf die 1 (verbliebene) T. horsf. überhaupt nicht!

Ansonsten weiß ich halt - noch aus Berufszeiten, ich war biochem. techn Assistentin und hab z.B. Futtermittel auf SCHIMMELPILZBEFALL untersucht - wie stark der Einfluß der Feuchtigkeit auf das Wachstum von Pilzkulturen ist. Schimmelarten gibts ja unendlich viele; aber bei höherer Substratfeuchtigkeit wachsen sie besser - ALLE. Natürlich nicht direkt im Wasser, irgendwann ist es den Schimmelpilzen auch zu naß. (Wie hoch der Feuchtigkeitswert wäre, wo sie nicht mehr wachsen, das haben wir nicht untersucht.)
Und genau diesen Pilzbefall gilt es bei der Hibernation der Schildkröten zu vermeiden.Denn sobald die Schimmelpilze AUF DER HAUT der Schildkröten wachsen, ist höchste Gefahr im Verzug. (Schimmelpilze scheiden sehr gefährliche Toxine aus) Die Schildkröten werden geschwächt und können leicht anderen Krankheiten zum Opfer fallen!
Ergo muß die Substratfeuchte eher gering sein! Aber mit %Angaben kann ich leider nicht dienen...

Bei uns hat das Substrat sicher extrem wenig Feuchtigkeit - es entspricht dem bekannten Ausdruck "strohtrocken". Damit hatten wir bisher - wie schon erwähnt - immer Erfolg.

#17 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von gunda 19.01.2016 20:44

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Mal wieder ein TOP-Thema! Sehr interessant eure Beiträge!
Schimmelpilze auf der Schildkrötenhaut sind nicht schön. Noch schlimmer ist es, wenn sich Pilze auf dem Panzer bilden, die das Keratin zerfressen. http://file1.npage.de/002109/54/bilder/w...bauchpanzer.jpg Hin und wieder verenden SK währen der Überwinterung an Lungenentzündung. Möglicherweise, weil durch die Atmung Schimmel- oder andere Sporen in die Lunge geraten?
Trocken soll es also sein.
Besteht bei Trockenheit nicht die Gefahr der Dehydrierung? Was sagt Ihr Trockenüberwinterer dazu?

Ich habe schon so ziemlich alle Überwinterungsmethoden durchprobiert und glaube, dass es nicht nur eine einzig Wahre Lösung gibt. Wer eine Methode gefunden hat, mit der er gut zurecht kommt, soll dabei bleiben. Never change a winning horse.

LG
Gunda

#18 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von 19.01.2016 20:59

Zitat von gunda im Beitrag #17
Mal wieder ein TOP-Thema! Sehr interessant eure Beiträge!
Schimmelpilze auf der Schildkrötenhaut sind nicht schön. Noch schlimmer ist es, wenn sich Pilze auf dem Panzer bilden, die das Keratin zerfressen. http://file1.npage.de/002109/54/bilder/w...bauchpanzer.jpg Hin und wieder verenden SK währen der Überwinterung an Lungenentzündung. Möglicherweise, weil durch die Atmung Schimmel- oder andere Sporen in die Lunge geraten?
Trocken soll es also sein.
Besteht bei Trockenheit nicht die Gefahr der Dehydrierung? Was sagt Ihr Trockenüberwinterer dazu?

Ich habe schon so ziemlich alle Überwinterungsmethoden durchprobiert und glaube, dass es nicht nur eine einzig Wahre Lösung gibt. Wer eine Methode gefunden hat, mit der er gut zurecht kommt, soll dabei bleiben. Never change a winning horse.

LG
Gunda


DAS ist es, Gunda!
Jeder muß seine Erfahrungen machen und daraus lernen.
Wir überwintern ja nicht insgesamt trocken - nur das Substrat ist trocken, die Luft im Kühlschrank ist feucht! Somit wird nur der direkte Körperkontakt der Tiere mit Feuchtigkeit vermieden.
Schimmel ist für mich ein Horror, seit meine T. horsfieldiis aufgrund des Schimmelbefalls so geschwächt wurden, daß sie daran gestorben sind.
Die befallene Haut am Hals und Kopf der Tiere war offenes, nässendes Fleisch - GRAUENVOLL!

#19 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von Mayer 19.01.2016 21:35

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Hallo Gunda!

Mir ist es gelungen über 90 % Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank zu haben, obwohl die Tiere selbst im Trockenen saßen. Wasser im Gemüsefach, Wasser in Schalen, ...

Hab aber nur 2 x im Kühlschrank hiberniert!

Liebe Grüße!

Herbert

#20 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von Cordula 19.01.2016 23:22

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Hallo,
Ihr verwirrt mich jetzt aber, ich kenne das nur so, dass auch das Substrat feucht sein soll, deshalb gieße ich auch im Frühbeet ab und an...allerdings versuche ich, die Schildkröten nicht direkt zu gießen.

#21 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von 20.01.2016 09:52

Hallo Cordula!
Bei dem trockenen Substrat ging es um die Überwinterung im KÜHLSCHRANK!
Da scheint es besser zu sein, wenn (nur) das Substrat trocken ist, die Luftfeuchtigkeit muß trotzdem ausreichend sein (Wobei man natürlich keine festen Werte für "ausreichend" angeben kann..)

#22 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von christine 20.01.2016 10:09

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Ich habe ja so einiges im Laufe der Jahre ausprobiert.
Früher, als ich noch ein Kind war überwinterten unsere Schildkröten beim Opa im Weinkeller - Kiste, feuchte Erde, Laub vom Garten und fertig. Keiner schaute nach den Tieren, der Opa brachte die Kisten zu uns sobald er es rascheln hörte.
Als Opa starb blieben die Tiere (es waren nur noch 2) im Garten. Meine Eltern kümmerten sich wenig um die Schildkröten und so wusste nie jemand wo genau sie überwinterten, im Frühling waren sie einfach wieder da.

Als ich die Tiere übernahm hatte ich noch kein Frühbeet, wollte ihnen jedoch ein milderes Klima bieten. So sperrte ich die Tiere in der Übergangszeit zu den Hühnern in den gemauerten Stall. Dort blieben sie, bei den Hühnern und Hasen, bis es recht kalt wurde, erst dann kamen sie in eine große Holzkiste mit Erde und Laub in das alte, unbewohnte und ungeheizte Haus.
Als ich das Haus zur Töpferei umbaute stellte ich die Kisten in den alten Keller, in dem früher das Gemüse gelagert wurde - ein idealer Platz! Ich goss ab und zu Wasser in die Ecken der Kiste. Nass war es nicht, feucht aber schon.
Dann wurden es immer mehr Tiere und ich füllte die Gemauerten Enlagegruben einfach mit Erde auf, setzte die Tiere hinein, Laub drüber - fertig. War auch ein praktisches und wunderbares Quartier.

Was mich jedoch an all diesen Methoden immer störte war, dass meine Tiere, die bereits völlig inaktiv in ihrem Frühbeet, manche auch draußen, eingegraben waren, durch diese Übersiedelung offensichtlich gestört wurden und bis zu 14 Tage herum rumort haben, bis sie endlich Ruhe fanden. Vor allem in den Kisten war das sehr unangenehm.
Darum habe ich, ich glaube, es sind schon 15 Jahre, auf die Frühbeetüberwinterung umgestellt. Die Frühbeete wurden einfach unterkellert, die Tiere dort, wenn es schon recht kalt wurde, eingesperrt - fertig.
Ich finde das sehr praktisch und unglaublich stressfrei für mich und meine Schildkröten.
Heute steht ihnen ja sogar ein ganzes Gewächshaus zur Verfügung und so können sie sogar selbst wählen ob sie noch Sonne, oder bereits Ruhe haben wollen.

Ich schwöre auf diese Art der Überwinterung, finde jedoch auch viele andere Methoden gut. Beim Kühlschrank kenne ich mich überhaupt nicht aus, irgendwie (ich kann gar nich sage warum) widerstrebt es mit, ein Tier dort hinein zugeben.

#23 RE: Für und wider verschiedener Überwinterungsmethoden von 20.01.2016 15:22

Zitat von christine im Beitrag #22
Ich habe ja so einiges im Laufe der Jahre ausprobiert.

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Ich schwöre auf diese Art der Überwinterung, finde jedoch auch viele andere Methoden gut.
Beim Kühlschrank kenne ich mich überhaupt nicht aus, irgendwie (ich kann gar nich sage warum) widerstrebt es mir, ein Tier dort hinein zugeben.




Christine, das glaub ich dir,daß dir die Kühlschranküberwinterung widerstrebt! Sie steht ja in völligem Gegensatz zu deiner - beneidenswert - naturnahen Art der Überwinterung.

Ich kann halt nur wiederholen, was Gunda erwähnt hat: ... ich glaube, dass es nicht nur eine einzig Wahre Lösung gibt. Wer eine Methode gefunden hat, mit der er gut zurecht kommt, soll dabei bleiben. Never change a winning horse.

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