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#61 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von stock 24.06.2018 17:48

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Ich weiß nicht,ob sich jemand mit diesem Phänomen beschäftigt hat. In heutgen Zeit wäre auch die jetzige Entwicklung "des europäischen Schildkrötenmarktes" kontraproduktiv. Viele brüten ihre Eier nicht mehr aus, weil die "Nachfrage" gesunken ist und evtl. Männchen nicht oder kaum nachgefragt werden. Wie hoch sind denn die Kapazitäten der einzelnen Halter um auf längere Sicht seine Nachzuchten bis zur Geschlechtsreife und evtl. darüber hinaus zu pflegen?

#62 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Mayer 28.06.2018 14:37

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Auch an kälteren Tagen erreicht das Gelege eine Temperatur von etwa 32°. Einmal sogar etwas darüber. Das kälteste war 27 ° Tagesspitze. Ein einsamer Ausreißer nach unten. Und in der Früh hatte es z.B. heute nach der kühlen Regennacht noch immer 24,6°, jetzt geht es auf 32 ° zu

Philipp hat mich besucht und wir haben die Eier kontrolliert. Das Ei, von dem ich meinte, es sei befruchtet, ist es wahrscheinlich nicht. Dafür vielleicht ein anderes. Ich hatte nämlich die vermeintlich unbefruchteten Eier noch nicht weggeschmissen, sondern sie noch einmal vergraben. Die Zeit wird weisen, was Sache ist. Bei den Graecas ist es oft wirklich schwer die Befruchtung festzustellen. Einmal wusste ich erst in der 3. Woche Bescheid.

Liebe Grüße!

Herbert

#63 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Anna 28.06.2018 14:42

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Hattest du die "verdächtigen" Eier separat untergebracht?

LG, Anna

#64 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Mayer 28.06.2018 14:45

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Ja, um einiges daneben!

#65 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Anna 28.06.2018 16:03

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Ob sie wohl trotzdem genug Wärme bekamen? Bitte halt uns auf dem Laufenden.

LG, Anna

#66 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Mayer 01.07.2018 16:40

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Temperatur in der Eigrube heute am frühen Morgen: 26,8°, bei einer tiefsten Nachttemperatur von 10 ° (wir haben derzeit eine Kältewelle). Abdecken der Nistgrube mit einer Decke über Nacht hält die Nistgrube um mindestens 4 ° - 5 ° wärmer.

Ereichen von 30 ° um 11h30. Derzeitige Temperatur: 33,4 °. Mit Sinken der Temperatur ist ab 17h00, 18h00 zu rechnen. Dann wird wieder abgedeckt. Es ist mit einem Sinken unter 30 ° um 2h00 morgen zu rechnen.

#67 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Mayer 04.07.2018 11:12

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Leider muss ich das Experiment abbrechen, weil definitiv kein Ei befruchtet ist. Leider erkennt man es bei Graecas sehr spät, ob die Eier was werden oder nicht.

Noch ein Temperaturbericht: Am gestrigen Tag bis in die Nacht so gegen 2h00 war die Temperatur in Nistgrubenhöhe gut 14 Stunden über 30 ° Grad. Mit einer Spitze von 35,7 °. (Erst wenn es gegen 40° ginge, würde ich nervös werden.)

Gestern habe ich den richtigen Zeitpunkt des Abdeckens des Geleges erwischt, so hatte es in der Früh noch 28,3°, bei einer nächtlichen Außentemperatur von 10 °.

Eines hat das kurze Experiment gezeigt: Betreut Naturbebrüten im Glashaus geht. Ich bin der Meinung, dass das sogar besser als der Inkubator ist. Aber: es muss betreut sein. Man muss mehrmals am Tag kontrollieren, um Extreme zu verhindern.

Dass unkontrollierte Zufallsbruten oft absterben, hat meiner Beoachtung zufolge nicht unbedingt nur mit niedrigen Temperaturen zu tun, sondern auch mit zu hohen (im Glashaus oder Frühbeet). Ab jetzt wird es richtig Sommer und da hätte ich das Gelege zeitweise vor Sonne schützen müssen.

Ich bin froh, dass ich heuer keine Jungtiere habe. Trotzdem wird es mich reizen, das Experiment nächsten Jahr noch einmal zu starten.

Liebe Grüße!

Herbert

#68 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Emys64 04.07.2018 12:29

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Herbert nicht in den falschen Hals bekommen: Ich habe auch relativ viele unbefruchtete Eier und ich habe bei Wegehaupt gelesen, dass bei optimaler Haltung keine unbefruchteten Eier vorkommen. (sollen, dürfen, müßten ?)
Bei mir wird es an den Temperaturen liegen, wenn ein kühles, langes Frühjahr herrscht. Dann sind meißt nur die Zweitgelege befruchtet.
Woran liegt es evtl. bei dir ?

LG Harald

#69 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Cordula 04.07.2018 13:08

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Zitat von Emys64 im Beitrag #68
Herbert nicht in den falschen Hals bekommen: Ich habe auch relativ viele unbefruchtete Eier und ich habe bei Wegehaupt gelesen, dass bei optimaler Haltung keine unbefruchteten Eier vorkommen. (sollen, dürfen, müßten ?)
Bei mir wird es an den Temperaturen liegen, wenn ein kühles, langes Frühjahr herrscht. Dann sind meißt nur die Zweitgelege befruchtet.
Woran liegt es evtl. bei dir ?

LG Harald

Herbert hat keine Männchen.


Nein, Spass

#70 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Geka 04.07.2018 13:29

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Also, was mir jetzt spontan dazu einfällt:
1. Cordula hat Recht

2. Herr Wegehaupt lehnt sich ganz schön weit aus dem Fenster, ABER man kann ihn kaum widerlegen. Denn dann hat man ja keine optimale Haltung
Ich finde, man sollte einige "Schildkrötengötter" nicht überstrapazieren und in Kleinigkeiten zitieren. Wie und ob ein Männchen will UND KANN liegt vielleicht auch nicht immer an der Haltung

LG Gundi

#71 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Anna 04.07.2018 13:49

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#72 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Mayer 04.07.2018 14:22

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Hallo Harald!

Gut dass du mich davor warnst, es nicht in den falschen Hals zu kriegen. Sonst hätte ich mich jetzt wirklich verschluckt.

Nein, Spaß beiseite. Auf dieses Argument hab ich ja schon gewartet, weil es auf der Hand liegt. Und manchmal hat es sicher mit sehr schlechter Haltung zu tun.

Ich habe aber ein Gegenbeispiel: Meine Veccia (Boettgeri), die 70 Jahre auf einem kleinen Wiener Balkon und in einer Holzkoste gelebt hat. Ernährt wurde sie mit Salat, Tomaten und Früchten. 2 Monate Winterruhe bei 14 Grad im Abstellraum. Das hat die Kleine alles überstanden. Das Programm, das ich ihr geboten habe, als ich sie übernahm, war drastisch: Freiland, Frühbeet, Selbstversorgung. 5 Monate Winterstarre wie die anderen. Ich hatte am Anfang meine Bedenken. Meine Veccia hat es aber super geschafft. Und als Herkules (Graeca ibera) einmal über die Absperrung geklettert ist, wurde sie sogar von einem Mann belästigt. Das hatte zur Folge dass im darauffolgenem Jahr dieses liebe Tier das erste Mal in ihrem Leben eine perfekte Legegrube gegraben hat, allerdings noch kein Ei legte. Im Jahr darauf hat die zwei Gelege mit je zwei unbefruchteten Eiern abgeliefert, und das ist jetzt immer so geblieben. Sie hat einen natürlichen Rhythmus gefunden. Und ein Jungspund (Boettgeri) scharrt schon in den Löchern, nur er sitzt bis Frühjahr noch in Quarantäne. Und ich nehme Gift darauf, dass - wenn nichts Tragischen passiert - meine jetzt über 80-jährige Veccia mir 2020 ein paar Babys schenken wird.

Und das alles wäre ohne gute Haltung nicht so verlaufen.

Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Graeca-Ibera-Dame, Kleo, die sehr, sehr höckrig ist. Ich hab sie ganz am Anfang meiner Haltung gekauft, weil ich für meinen Single, den Herkules, eine Dame suchte. Ich würde Kleo trotz der Höckrigkeit wieder kaufen, weil sie ein liebes Tier ist. Nur würde ich nicht mehr so viel dafür zahlen. Sie ist so höckrig, dass ich sie hier in der Höckerdiskussion als Beispiel für ein pathologisch - also krankhaft - höckriges Tier gebracht habe. Also da geht es nicht nur um eine kurze Terrarien-Haltung, sondern da ist viel Gravierendes passiert. Und mit dieser Vorgeschichte hat das jetzt zu tun. Ich will das jetzt nicht im einzelnen ausführen, aber sie ließ sich einfach nicht mehr begatten. Hat dann ein Jahr nicht gelegt. Erst dieses Jahr hatte Herkules wieder Erfolg. Und dass jetzt die Eier unbefruchtet sind, darf einen nicht wundern. Wenn sie nächstes Jahr wieder legt, hoffe ich, dass schon einige befruchtete Eier dabei sind. Sie ist derzeit meine einzige Graeca, die Eier legen kann.

Bei Idas war ab dem zweiten Jahr des Legens die Befruchtungsrate nahezu 100 %. Also meine Kleo ist ein Sonderfall.

Liebe Grüße!

Herbert

#73 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von gunda 04.07.2018 17:35

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Zitat von Mayer im Beitrag #67
Eines hat das kurze Experiment gezeigt: Betreut Naturbebrüten im Glashaus geht. Ich bin der Meinung, dass das sogar besser als der Inkubator ist. Aber: es muss betreut sein. Man muss mehrmals am Tag kontrollieren, um Extreme zu verhindern.

Im Mai 2011 hatte ich 3 Eier im Gewächshaus in einem Blumentopf zwischengelagert und vergessen. Diese Eier waren nachweislich Temperaturen von 5 bis 45°C ausgesetzt. Nach 15 Tagen entschied ich, sie in den Inkubator zu überführen. Es schlüpften einwandfreie Krötchen, die sich inzwischen alle drei als Weibchen entpuppt haben.
Das bestärkt mich in der Annahme, dass eine Inkubation auch unter widrigsten Umständen möglich ist, wenn nur die Eier eine gute Qualität haben.
Es war ein Erstgelege von Thb-Weibchen "Anna", deren Eier immer eine sehr hohe Befruchtungsrate aufweisen. Sie legt immer als letzte. Bei meinen anderen Weibchen, die teilweise schon Ende April legen, gibt es häufiger unbefruchtete Erstgelege.

#74 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von stock 09.07.2018 14:41

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Nur so am Rande: mir wurde vorige Woche von einer reinen Naturbrut von Köhlerschildkröten in der Wetterau berichtet.

#75 RE: Gibt es eine gesündere und billigere Methode zu inkubieren? von Emely 10.08.2018 14:44

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Ich hatte 2012 Naturbruten, die allerdings im Gewächshaus schlüpften (zählt das ?)
8 Eier, alle befruchtet:
2 starben in der Erde halb ausgebrütet ab,
2 starben in der 1. Starre und 4 entwickeln sich zu prächtigen Männchen.

Andererseits habe ich 1999 von einem Züchter 2 Tiere aus einem Gelege geholt, eins männlich eins weiblich. Er hat damals mit 29 Grad inkubiert.

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