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#16 RE: Senfölglykoside und Meerrettich von Mayer 19.11.2015 13:43

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Ja, ich hab ein Faible für solche alten Wörter. Ein solches ist auch "heuer". Wird das im Norden verstanden?

Dieses Wort geht zurück auf althochdeutsch (so vor 1200 Jahren war das also) hiu jaru, was nichts anderes heißt als dieses Jahr. Das Wort "heute" ist genauso gebildet: Es geht zurück auf hiu tagu = diesen Tag.

Ich höre schon auf! Aber jedenfalls ist "heuer" ein unglaublich praktisches Wort und in Österreich, im süddeutschen Raum und in der Schweiz konkurrenzlos lebendig.

Viele Grüße!

Herbert

#17 RE: Senfölglykoside und Meerrettich von Geka 19.11.2015 14:15

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Als ich den Begriff "heuer" das erste Mal hörte (vor Jaaaahren) dachte ich, er bedeutet "heute". Der Österreicher erzählte im Spätherbst, dass er heuer an die 40° Grad hatte. Hab nicht schlecht gestaunt

#18 RE: Senfölglykoside und Meerrettich von gunda 19.11.2015 18:35

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Hallo,
es gibt zwei ernst zu nehmende Langzeitstudien zu den Fressgewohnheiten Europäischer Landschildkröten: http://testudoland.npage.de/fuetterung/s...montenegro.html und http://testudoland.npage.de/fuetterung/l...-rumaenien.html
Wie man sieht, ist der Anteil der gefressenen Kreuzblütler ist eher gering. Das sollte einem schon zu denken geben.

Auch meine Thb sind verrückt nach Kreuzblütlern. Ich füttere es zwar, aber als Beifutter, und nicht in rauhen Mengen.

LG
Gunda

#19 RE: Senfölglykoside und Meerrettich von Geka 19.11.2015 19:19

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Oh - das ist aber interessant!
Muss ich mir mal ausdrucken und im nächsten Jahr beobachten!
LG Gundi

#20 RE: Senfölglykoside und Meerrettich von Mayer 21.11.2015 01:25

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Hallo Gunda!

Die Studie ist ja sehr interessant. Auch ich habe die Beobachtung gemacht, dass Leguminosen - bei mir in Form von Weißklee - ganz oben stehen. Löwenzahn ist bei mir beliebter als in der Studie. Ich kann auch beobachten, dass Gras einen beachtlichen Bestandteil des Futters ausmacht, wobei es mit aufgenommen wird, wenn die Tiere z.B. auf der Kleeweide sind. Allerdings fressen meine kleinen Iberas eine Grasart auch für sich, vor allem wenn es sich um junge Triebe handelt.

Erstaunlich, dass die Studie gezeigt hat, dass keine Malven gefressen werden. Sie figurieren bei mir als absolute Lieblingspflanzen. Woran mag das liegen? Sind sie nicht ausreichend vorhanden? Ebenso ist es beim Klatschmohn. Laut Wegehaupt wird der im Habitat aber sehr wohl gerne gefressen. Es werden auch keine Intybus-Arten genannt, die bei den meinen ganz hoch oben in der Beliebtheit stehen.

Zu den Kreuzblütern (Cruciferae), vor allem zum Kren: Wie gesagt, er wird nur in jungem Zustand - also im Frühjahr - gefressen, sobald die Blätter aus der Erde kommen. Vielleicht sind da die Inhaltsstoffe anders. Nur selten beobachte ich, dass ausgewachsene Blätter genommen werden. Wollen sich dann die Tiere entwurmen? Ich glaube, wenn das Gehege genügend anderes Futter enthält darf so eine Krenpflanze ruhig auch dabei sein.

Es kann schon sein, dass manche Schildkröte in der Gefangenschaft abwechslungsreicher ernährt wird als im Habitat. Wie ja auch die Chance älter zu werden bei guter Haltung in der Gefangenschaft höher ist als bei den Tieren in der Natur, was mit den vielen Gefahren dort zusammenhängt.

Liebe Grüße!

Herbert

PS.: Jedenfalls hatten meine Tiere bis jetzt noch keine Problem mit Würmern. :-) Hoffen wir, dass es so bleibt.

#21 RE: Senfölglykoside und Meerrettich von gunda 21.11.2015 11:34

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Lieber Herbert,
Erstaunlich ist es schon, dass mehrere beliebte Futterpflanzen, darunter Malven, Klatschmohn, Wegwarte, etc. in der Untersuchung von Meek nicht genannt wurden. Möglich, dass sie in den untersuchten Gebieten einfach nicht vorkamen. Vielleicht sollte ich Herrn Meek mal anschreiben und nachfragen.
Leguminosen sind vermutlich besser als ihr Ruf.
Die Inhaltsstoffe fast jeder Pflanze ändern sich im Laufe ihrer Entwicklungspahse. Auch die Bodenbeschaffenheit entscheidet über den Gehalt an Mineralstoffen. Sabine Willig hat das in ihrem Vortrag im August sehr schön dargestellt.
LG
Gunda

#22 RE: Senfölglykoside und Meerrettich von Mayer 21.11.2015 19:35

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Leguminosen enthalten viel Eiweiß. Wenn ich so überlege, wo Ida die vielen Proteine für 36 Eier in diesem Jahr aufgetrieben hat, dann ist die Anwort sicher: Leguminosen in Form von Weißklee.

LG Herbert

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