#1 Vermischung und "Rein"heit in der Praxis von Mayer 11.12.2016 20:44

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Ich stelle jetzt meinen Fall zur Diskussion:

Maure = Testudo graeca ibera

Ich habe mich immer für Schildkröten interessiert. Ich wusste, dass es da maurische und griechische LSK und Marginatas gibt. Unterscheiden konnte ich sie nicht. Es war mir auch nicht so wichtig. Und jetzt die Geschichte:

1. Um 1995 bekam ich eine Baby-Schildkröte. Ich weiß, dass die Vorfahren aus der Türkei stammen. Ich wusste nicht, welche Art. Ich habe sie bald an einen Gartenbesitzer abgegeben. 2009 bekam ich sie zurück und da stellte sich heraus, dass sie eine Maurin ist. Phänotyp: Groß, hell. (= Ida)
2. 2009 lief mir hier ein Schildkröterich über den Weg. Ich ließ die Art im Naturhistorischen Museum bestimmen: Herkules ist ein Maure. Phänotyp: Eher kleiner, schwarz. Herkunft der Vorfahren unbekannt.
3. Da ich damals noch glaubte, ein SK-Mann müsse mehrere Weibchen haben, kaufte ich ein Maurenweibchen. Phänotyp: tendenziell groß, schwarz (= Kleo). Herkunft der Vorfahren unbekannt.

Ich hatte ja noch Glück, dass ich mit Ida und Herki zwei Mauren hatte. Wäre es anders gewesen, hätte mich das zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich gestört. Bei der dritten Schildkröte habe ich dann schon ganz bewusst nach einer Ibera gesucht.

2012 legte Kleo ihr erstes befruchtetes Gelege, 2014 Ida.

Schildkröten-Jahrgänge 2012 und 2013 erinnern mich vom Typ her sehr an die Mauren in Bulgarien, die Nachkommen Idas (die sind aber noch klein) sind sowohl dunkel als auch hell.


Das ist also eine Geschichte, wie sie das Schildkröten-Leben schreibt. Wie ist das zu bewerten? Hätte was anders laufen sollen, wenn ja, wie ist die Chance einzuschätzen, dass es anders läuft. Oder ist das ganz normal?

LG Herbert

#2 RE: Vermischung und "Rein"heit in der Praxis von Geka 12.12.2016 08:45

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Hallo Herbert,

ich finde, diese Geschichte ist überhaupt nicht normal abgelaufen, sondern war schon gesteuert durch dein Interesse.
Jeder andere hätte wahrscheinlich eine Baby-Schildkröte bekommen und wahllos eine andere Schildkröte dazugesetzt. Für die Zeit vor 2000 war es schon selten, dass sich soo genau erkundigt wurde. Ich hatte da noch keine Ahnung, dass es unterschiedliche Arten von Schildkröten gibt... Ich hätte mich wahrscheinlich schlau gemacht: Männchen oder Weibchen und hätte das Pendant dazugetan.
Und ich glaube, dass es jeder, in Gefangenschaft lebenden, Schildkröte piepegal ist, ob der dazugesetzte Partner ihrer Art angehört. Die Natur sagt nur: vermehre dich...

LG Gundi

#3 RE: Vermischung und "Rein"heit in der Praxis von Mayer 12.12.2016 10:09

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Ich möchte noch hinzufügen, dass der Kontakt mit meinen SchildkrötenfreundInnen wichtig war für die Sensibilisierung auf diesem Gebiet.

#4 RE: Vermischung und "Rein"heit in der Praxis von hercifreund 12.12.2016 10:57

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Ich sehe das so wie Gundi. Worauf du in der deiner Anfangszeit schon geachtet hast ,das haben wohl zu der Zeit die wenigsten.

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